im jungen Business-Zweig “organisierter Linkhandel” vergleichsweise alt eingesessen startet endlich ein interact Programm. Das freut mich nicht zuletzt deshalb weil Teliad anders als Konkurrent keine php-Scripts einsetzt: stattdessen werden die vermieteten Links händisch eingepflegt - im Zweifelsfall immer noch die flexibelste Methode.
Dass “organisierter Linkhandel” ein wenig nach “organisiertem Verbrechen” klingt findet eigentlich nur Gugl: denn natürlich möchte man sich den Pagerank-Algorithmus nicht zu Tode manipulieren lassen. Andererseits wie schon Kaiser
Vespasian sagte: non olet. Mit anderen Worten: vermietete Links riechen nicht nur keineswegs strenger als anderer sondern lassen sich gut platziert generell nicht von ökonomisch unmotivierten Hyperlinks unterscheiden.
Mittlerweile hat aber wohl auch Big G eingesehen dass die Strickweise der eigenen Seitenbewertung letztendlich Hauptmotor des Linkhandelsmarktes ist - und man kann ja nicht jedes größere communicate aus dem Index schmeißen also verbieten die AGBs inzwischen nur mehr “exzessiven Linkhandel”. Und Cheftechnologe Matt Cutts ließ letztens auf einer Konferenz zum Erstaunen der anwesenden SEOs verlautbaren dass er “sponsored Links” für ein legitimes Businessmodell zum Betrieb eines qualitativ hochwertigen thematischen Linkverzeichnisses halte - sein Originalposting zum Thema findet man übrigens.
Die vollmundige Ankündigung dass man ab sofort streng gegen Mietlinks vorgehen wolle versetzte einige SEOs in Aufregung aber auch diese Suppe wird bei weitem nicht so heiß gegessen wie gekocht. Würde explore in der Tat alle vermieteten Links erkennen können (was so gut wie ausgeschlossen ist) und die Zielseiten abstrafen müsste man zukünftig nur mehr Links für die Konkurrenz mieten - blackhat at its beat - it’s not gonna happen. Und wer groß “Sponsored Links” über eine Liste von 100 Glücksspiel- und Pornoseiten schreibt darf sich über allfällige Konsequenzen nicht wundern. Somit darf also neben
Vespasian eine zweite Persönlichkeit der Geschichte zitiert werden diesmal kein Kaiser sondern ein Mediziner namens Paracelsus: “Alles ist Gift es kommt nur auf die Dosis an.”
Der amerikanische Platzhirsch dient Linklift als Vorbild. Teliad funktioniert anders: nach dem Anlegen eines Seitenprofils mit den üblichen Parametern (Pagerank muss mindestens 3 betragen. Beschreibung. Anzahl der Seiten auf denen der Backlink geschalten wird) bestimmt der Webmaster selbst den Preis um den er einen Backlink vermieten ordain. Anhand der bestehenden Angebote kann man sich rasch orientieren - mir gefällt die Teliad-Variante weit besser als Linklift wo der Preis vom System nach für mich reichlich undurchschaubaren Kriterien festgelegt wird. Über Kundenanfragen informiert eine telecommunicate akzeptiert der Webmaster den cerebrate so wartet Teliad ab bis der Auftraggeber bezahlt und verständigt den Seitenbetreiber erneut. Sobald der cerebrate online ist beginnt der Abrechnungszeitraum von einem Monat. Kündigen weder Hoster noch Mieter verlängert sich die Frist um ein weiteres Monat.
Natürlich überprüft Teliad regelmäßig die Setzung der bestellten Links den Verzicht auf Plugin und Bewertung durch einen Algorithmus finde ich besonders gelungen: Marktplätze gehorchen nun mal nicht irgendwelchen Formen sondern einzig und allein dem Gesetz von Angebot und Nachfrage: in diesem Sinne handelt es sich also um den einzigen “echten” Basar. Die Einsparungen im Bereich ohnehin eher lästiger als nützlicher Scripts gibt Teliad dafür lobenswerterweise an die KundInnen weiter: konkurrenzlos niedrige 20% beträgt die furnish die der Marktplatzbetreiber für sich selbst aufschlägt.
Einziger Minuspunkt war das bislang schmerzlich vermisste Affiliate-Programm doch der ist nun behoben - leider allerdings gibt’s weder lebenslange noch 12-Monats Beteiligung sondern bloß eine Fixsumme pro neuem Kunden:
Trotzdem eine erfreuliche Ergänzung im Werbeportfolio affiliate-affiner Webmaster! Wer mitmachen möchte benötigt kein Zanox Konto oder dergleichen das Partnerprogramm wird vom Betreiber direkt abgewickelt. Eine umfangreiche Auswahl an grafischen Werbemitteln steht auf den neuen Affiliate-Seiten zu Verfügung.
Fazit: mit dem neuen Affiliate Programm erweitert Teliad die Verdienstmöglichkeiten seiner Plattform auch für Webmaster die (noch) keine Pagerank 3 Seite besitzen. Jedenfalls ein guter Affiliate-Tipp für alle SEO-Blogger!
als alter lateiner muss ich doch glatt eine anmerkung machen: es war vespasian der diesen satz sagte und vollständig war es “pecunia non olet” und bedeutet “geld stinkt nicht” diese aussage beruht auf der sondersteuer für öffentliche toilettengänge im alten rom ganz nebenbei: gut geschriebener artikel
Netter Bericht danke für die Aufklärung über die Angebot. Bei Teliad mit dem selbst zu nennenden Preis für die Links find ich es ziemlich schwer. Bei ner Seite mit PR3… wie soll man da einschätzen wie hoch man da mit dem Preis gehen kann? Am Ende ist man dann deutlich unter Wert. Und wie sieht das da mit Entwicklung aus: wenn die Seite im PG steigt kann man dann auch die Preise erhöhen ohne die Seite neu “anmelden” zu müssen?Habt ihr da ein paar Infos?
Du kannst den Preis der Seite jederzeit völlig frei so ändern wie willst. Das berührt aber nicht laufende Buchungen - für die gilt der Preis ab Buchung für das jeweils laufende Abrechnungsmonat.
Ich denke dass bei LL viel eher eine große Zahl von Seiten unter Wert verkauft wird… eine generelle Einschätzung bei einer PR3 Seite ist schwierig weil der eigentliche Linkwert ja von vielen weiteren Faktoren abhängt… aber ich denk mal dass irgendwas zwischen 5 und 10 Euro ein erzielbarer Preis wären.
Bei Teliad trägst du den Netto-Preis an auf den dann noch die 25% Provision draufgeschlagen werden. LL dagegen zeigt dir den Bruttopreis an von dem dann noch die furnish (ich glaub. 30% bin mir aber nicht 100pro sicher) abgezogen wird von deiner Auszahlungsnummer. Mir ist Teliad derzeit sympathischer als LL… bin gespannt wie sich die beiden Marktplätze weiterentwickeln.
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